Das Konzept zur zwischenmenschlichen Alltagsbewältigung
nicht
nur im häuslichen Umfeld.


Ziel des Coachings ist  es, Umgangsformen zu erlernen, die dem Erkrankten helfen sich, in seiner „Welt“  und seinem gesundheitlichen Zustand, angenommen zu fühlen. Es ist ein psycho-sozialer Ansatz, um das  Zusammenleben  leichter zu gestalten. Beim durchspielen von Situationen ergeben sich  Handlungsmöglichkeiten, das Zusammenleben zu erleichtern. Tagesabläufe oder Heimbesuche können so entspannter gestaltet werden. Beschäftigungsmöglichkeiten werden  erarbeitet.

Das Betreuungskonzept  integriert biographische Sichtweisen mit psychischen Bedürfnissen. Es basiert auf der Grundlage moderner Kommunikationsformen,  personenzentriert und wertschätzend ,sowie eines Menschenbildes, das die Einzigartigkeit des Kranken berücksichtigt und sein soziales Umfeld einbezieht. Es integriert die Lebensleistung des Betroffenen. Bietet Hilfen in schwierigen Situationen. Es richtet sich an Pflegende Angehörige,an Menschen die beruflich oder ehrenamtlich  demenziell  Erkrankte  begleiten und an Nachbarn die mit  ungewöhnlichen  Verhaltensweisen konfrontiert werden.

 

Demenzformen  und deren häufigste   Diagnose: die Alzheimer  Krankheit,  fordern alle Kräfte der Pflegenden heraus, ob im häuslichen Umfeld, oder in Pflegeeinrichtungen. Reduzieren wir die Kranken auf Diagnosen und Defizite oder verschaffen wir uns den freien Blick für die Wesens- Eigenart und Lebensleistung  der an Demenz Erkrankten.
Unsere  auf Leistung  ausgerichtete Gesellschaft,  tut sich schwer mit Kranken und Leidenden. Häufig werden diese ausgegrenzt. Die Demenz- Krankheit konfrontiert uns hart mit dem letzten Lebensabschnitt und dessen Defiziten.

Wie gewinnt man Freude am alltäglichen Umgang mit  den Kranken? Wie geht man mit den seelischen Belastungen als Pflegender um? Ist es normal als Pflegender,zerrissen zwischen Wut, Reue und Aufopferung hin und her zu schwanken?Wie findet man ein ausreichendes Gleichgewicht zwischen den eigenen Bedürfnissen und den täglichen Anforderungen des Zusammenlebens mit Menschen, die an einem Demenzsyndrom leiden?Was sagen uns die Erkrankten mit ihrer Krankheit, was brauchen sie? Können Sie als Pflegender den besonderen Schutz, Zuwendung und  Akzeptanz für den Erkrankten aufbringen? Geduld für ihre Eigenheiten ? Nachsicht für ihre Gewohnheiten? Wie können wir ihnen in der heutigen Hektik,Anerkennung und Verständnis als Lebensqualitäten bieten?

Im Erstgespräch schauen  wir  gemeinsam auf die konkreten Schwierigkeiten die im Zusammenleben mit dem Erkranken  auftreten. Sind sie aus seiner inneren Haltung heraus zu verstehen oder sind sie vielleicht durch das Verhalten des Betreuenden hervorgerufen?  Als  Ausgangspunkt  kann man im Gespräch die Biographie des  demenziell  Erkrankten zur Hilfe nehmen, um sein Verhalten besser  einzuordnen. Welche Ressourcen  entdecken wir hier gemeinsam. Schwierige Situationen lassen sich häufig mit diesem Wissen leichter  meistern.   
Sich zuhause fühlen: Demenziell  Erkrankte  verstehen Situationen aus erlernten Verhaltensmustern heraus, die sie sich in der Kindheit in Familie, Schule und Beruf angeeignet haben. Hier spielen Sitten und Bräuche der Familie eine Rolle, in die der ehemals Gesunde hinein geboren wurde.
Auch Zeitgeist und Zeitgeschichte hinterließen Spuren in seiner gelebten Biographie.
Sie prägten ihn. Um Verständnis für diese Prägung zu bekommen,  blicken wir zurück in die Zeitgeschichte und  fragen uns heute, was dem Kranken wichtig im Leben war.  Wie wuchs er auf. Wodurch holte er sich Anerkennung im sozialen Umfeld. Wie blickt er auf seine Lebensleistungen zurück. Wir fragen dann, was braucht er für sein Wohlbefinden. So entsteht ein Lebensbild, das weit über eine  Datenerfassung hinaus geht. Es kann eine Gefühlsbiographie entstehen, die wir als professionelles Handwerkszeug im Miteinander nutzen wollen. (siehe auch: Psychobiographisches Pflegemodell nach Prof. Erwin Böhm)

Aus der Zusammenschau der erhobenen Biographie, lassen sich seelische Bedürfnisse ableiten. Kann  der Kranke sie noch leben? Hat der Erkrankte Möglichkeiten tätig  zu sein? Welche Unterstützung braucht er und was kann er noch selber tun? Braucht er mehr Geborgenheit, bekommt er  genug  Anerkennung?  Welche Lebensleitlinie verfolgt er. Wie können wir zusammen Strategien entwickeln für ein konstruktives Zusammenleben.

Wir schauen auf die konkreten Bedürfnisse des Kranken und  entwickeln zusammen Handlungsmuster für einen neuen Kommunikationsprozess. Ziel ist es den Tagesabläufen des Kranken Sinn zu geben. Sie  entspannter zu gestalten, Leerläufe im Tageslauf zu vermeiden,  eventuelle Aggressionen abzubauen. Auch seelische und nonverbale Kommunikationsformen bei Bettlägerigen kommen zur Sprache.

Das Handlungskonzept muss in seiner Wirkung erprobt werden. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des alltäglichen  miteinander leben, hat  der Betreuende. Gelingt es ihm mit Gelassenheit und Humor den Alltag zu gestalten, werden  sich manche Probleme leichter lösen lassen. Auch er hat seine Biographie und seine Bedürfnisse. Handlungsstrategien werden erarbeitet um das innere Gleichgewicht, auch des Pflegenden herzustellen. Wie  sieht die Hilfe beim Fortschreiten der  Krankheit  aus. Müssen  vielleicht neue  Maßnahmen ergriffen werden.Neue Situationen können zeitnah besprochen werden.



Beachten Sie bitte: Bei meinem  Demenz -Coaching  handelt es sich immer um die Psycho-Soziale  Begleitung während der verschieden Abbaustufen durch die Demenz-Krankheit und nicht um Medikamentöse Begleitung, pflegerische Massnahmen oder eine  Heilmethode!!!


 

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